Achtsamkeit, Allgemein

Adultismus

Adultismus im Alltag

Adultismus – ein Wort, das aktuell in aller Munde ist. Und das ist auch gut so. Viel zu oft begegnet uns Adultismus im Alltag, ohne dass wir es merken. So kommst du raus aus dieser Falle.

Was kann ich gegen Adultismus tun?

Hinter Adultismus stecken Verhaltensweisen oder Anordnungen, die Personengruppen alleine deshalb diskriminieren, weil sie jünger sind. Traurigerweise sind daher vor allem Kinder dem Adultismus ausgesetzt. Dabei kann jeder von uns etwas dagegen tun. 

  • Reflektiere dich und dein Verhalten

Dieser Schritt ist in vielen Lebenslagen der wichtigste und schwerste. Und trotzdem hilft uns die Reflexion, unsere Taten, unsere Worte und unser Verhalten zu analysieren und daraus zu lernen. Niemand von uns ist jeden Tag perfekt und Fehler gehören zum Leben dazu. Aber daraus zu lernen und unser Verhalten zu ändern, stärkt uns.

  •  Überdenke deine Sprache

Unsere Sprache ist ein wichtiges Gut. Worte lösen aber nicht nur positive, sondern manchmal auch negative Gefühle aus. Und manchmal fällt es uns gar nicht auf. Ein gehetzter Tonfall, ein zu lautes Wort und letztlich auch der Inhalt können Kinder verunsichern. „Weil ich es so sage“ oder „Weil du noch zu klein bist“ sind nur zwei Beispiele, die ein absolutes NO-GO gegenüber Kindern.

  • Kommunikation auf Augenhöhe

 Die Kommunikation zwischen Erwachsenen findet größtenteils auf Augenhöhe statt. Sprechen Erwachsene aber mit Kindern, tappen sie oft in die Adultismus Falle. Schließlich ist das Kind ja noch klein und kein Erwachsener. Aber auch mit Kindern ist ein Gespräch auf Augenhöhe möglich und vor allem sinnvoll. In einer Familie sollten alle gleichberechtigt sein und ihre Ideen, Wünsche und Meinungen frei äußern können. Dazu zählen auch die folgenden Punkte:

* Weniger du musst/du sollst. Sondern eher: Wie können wir das gemeinsam schaffen?

* Hinterfrage Redewendungen: Viele sind nicht mehr zeitgemäß und stecken voller Machtverhältnisse. Zum Beispiel „Wenn Kuchen reden, halten Krümel den Mund.“

* Kommuniziere auf Augenhöhe und erkläre, warum etwas sinnvoll ist. Frage auch dein Kind bewusst nach seiner Meinung zu einem Thema oder wie man eine Situation lösen kann.

* Lege Wert auf die Meinung deines Kindes und nehme es ernst. 

Verinnerliche diesen Satz: Nur weil Erwachsene älter sind, haben sie kein Recht auf Machtausübung gegenüber Kindern.

 

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