Achtsamkeit, Allgemein, Neues

Goldtröpfchen

Update: Ich freue mich, dass du zurück bist. Nun verrate ich dir, was sich hinter dem Goldtröpfchen verbirgt.  

Hier verrate ich dir in kurzer Zeit, was sich hinter diesem wunderbaren Namen versteckt. Du gehörst du den Ungeduldigen? Dann bin ich dir selbstverständlich nicht böse, wenn du selber vorab schon einmal danach suchst. Vielleicht magst du ja danach trotzdem schauen, welchen Artikel ich dazu verfasse.

Woher stammt das Goldtröpfchen?

 

Das Spannendste an meiner Arbeit als Redakteurin und Expertin ist der Blick über den Tellerrand. Ich schnuppere gerne in verschiedene Themengebiete hinein und suche nach passenden und spannenden Ansätzen. So bin ich vor einigen Jahren bei den Ritualen der Waldorfpädagogik hängen geblieben.

Während in unserer Gesellschaft häufig nur schwarz/weiß existiert, denke ich lieber bunt. Das bedeutet, jeder von uns ist eingeladen, von unterschiedlichen Betreuungs- und Erziehungsformen zu lernen und sich auf die Dinge einzulassen, die zur eigenen Familie passen.

In Waldorfkindergärten gehört das Goldtröpfchen als Ritual zum festen Tagesablauf.  Dazu wird etwas Öl in einer kleinen Muschel oder Schale aufbewahrt. Die Kinder erhalten daraus jeweils ein Tröpfchen und verreiben dies in beiden Händen. Dies geschieht zum Beispiel nach dem Händewaschen oder im Morgenkreis. Begleitet wird das ganze meist von einem Lied oder Reim.

Das Goldtröpfchen als Abendritual

Wie oben beschrieben, unterstützt das Öl die Kinder in der bewussten Wahrnehmung der Übergänge. Besonders beim Übergang zwischen Tag und Nacht kann das Goldtröpfchen helfen, bewusst zur Ruhe zu kommen und den Tag abzuschließen. Für den Hausgebrauch eignet sich statt einer Schale eine kleine Flasche mit einer Pipette. Diese erleichtert die Entnahme von einzelnen Tropfen, denn es sollte wirklich nur ein kleiner Tropfen sein. 

Anwender des Goldtröpfchens benutzen je nach Alter des Kindes auch einen Duft. Hierbei müsst ihr beachten, dass ätherische Öle für Kinder nicht ganz ungefährlich und nicht für alle Altersstufen geeignet sind. Ich würde daher lieber darauf verzichten. Generell solltet ihr darauf achten, ob dieses Ritual zu euch und zum Alter eures Kindes passt.

Beim Verteilen des Tröpfchens könnt ihr dann gemeinsam mit den Kids entweder ins Gespräch über den Tag gehen, ein Gute-Nachtlied singen oder einen schönen Reim aufsagen. Am besten passen natürlich Verse zum Schlafengehen und zum Ende des Tages. 

Wie so oft bei Routinen heißt es dran bleiben. Erwartet also nicht, dass die Kids ab sofort gerne ins Bett gehen. Routinen bauen sich durch Wiederholung auf und brauchen Zeit zum Wirken. Aber gerade dadurch geben sie Halt und Orientierung im Familienalltag.

 

Schreibe eine Antwort