Die Zeit zwischen den Jahren – Raunächte kindgerecht erklärt
Raunächte für Kinder einfach erklärt. Alles über Tradition und kindgerechte Abwandlungen für die Zeit zwischen den Jahren.
Kids mit Köpfchen: Das bedeuten die Raunächte
Die Raunächte sind eine kurze Zeit zwischen den Jahren und eine richtig alte Tradition. Ihren Ursprung finden sie vor sehr langer Zeit, in der es weder Wissenschaft noch technischen Fortschritt gab. Die Leute verbrachten viel Zeit im Dunkeln und erzählten sich zum Zeitvertreib Geschichten. Um Dinge, die sie nicht verstanden, zu erklären, benutzen sie gerne gruselige Gestalten, Götter und andere mystische Wesen in ihren Erzählungen.
Sie zündeten Kerzen an, machten Krach oder verwendeten Räucherstäbchen, um böse Geister zu verjagen. Viele glaubten, dass in den Raunächten die Verbindung zu ihren Vorfahren und der Natur besonders stabil war. Dieses Vorgehen wurde von Generation zu Generation weitergegeben.
Heute wissen wir dank Wissenschaft und technischem Fortschritt viel mehr und müssen keine Angst vor mystischen Wesen haben. Trotzdem feiern viele Familien mit ihren Kindern die Raunächte auch heute noch – nur etwas anders. Wie genau das geht, verrate ich dir weiter unten im Artikel.
Wann starten und enden die Raunächte?
Zum Start- und Zeitpunkt gibt es unterschiedliche Angaben. Betrachten wir die Quellen, die uns das Wissen überliefern sollen, ist das logisch, denn die Übermittlungen erfolgten größtenteils nur mündlich. So finden wir unterschiedliche Hinweise auf die Dauer. Für die meisten, die die Raunächte zelebrieren, beginnen diese am Heiligen Abend und enden in der Nacht der Heiligen drei Könige. Für diesen Anlass schreiben die Leute 13 Wünsche auf, von denen einer eine besondere Rolle spielt.
Raunächte mit Kindern: 3 Tipps für Familien
Die Raunächte sind eine prima Gelegenheit, innezuhalten. Die Zeit zwischen den Jahren empfinden viele von uns ohnehin als ganz besonders. Du hast Ferien, deine Eltern vielleicht Urlaub, und gefühlt kommt man in dieser Zeit besonders zur Ruhe, spielt ausgiebig mit seinen Geschenken und verbringt eine gemütliche Zeit mit seinen Herzensmenschen.
Und damit ist ein Teil der Raunächte, wie sie heute interpretiert werden, schon erfüllt. Denn wir halten inne, schauen vielleicht auf das Jahr zurück und werfen auch schon einen Blick nach vorne. Und das Wichtigste: Wir verbringen viel Zeit in Gemeinschaft. Hier kommen noch 3 Tipps, wie ihr die Raunächte gemeinsam verbringen könnt.
- Wunschglas: Traditionell notiert man für die Raunächte 13 Wünsche auf kleinen Zetteln. 12 dieser Wünsche übergibt man ans Universum und den letzten erfüllt man im neuen Jahr selber. Eine schöne Alternative ist ein Wunschglas, in dem man die Wünsche sammelt und im nächsten Jahr jeden Monat einen zieht und diesen erfüllt.
- Raupflanze: Die Raunächte stehen auch für die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Vielleicht habt ihr ja Lust, eine eigene Raupflanze zu pflanzen. Hierzu braucht ihr nur Samen, für jeden einen kleinen Topf und etwas Erde. Pflanzt eure Pflanzen während der Raunächte und erfreut euch im nächsten Jahr jeden Tag daran. Und je nachdem ist sie vielleicht im nächsten Jahr schon groß genug, damit ihr eure Wünsche an ihr festmachen könnt.
- Sternenbild: Gestaltet an einem gemütlichen Abend der Raunächte euer eigenes Sternenbild mit 13 Sternen. Dabei steht jeder Stern selbstverständlich für einen Wunsch. Dieses Bild hängt ihr in euer Zimmer und erinnert euch im nächsten Jahr an diese Wünsche.
Haltet nach dem Basteln kurz inne, schließt die Augen und wünscht euch auch für einen Herzensmenschen etwas Schönes.





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