Achtsamkeit im Familienalltag – 5 einfache Rituale für jeden Tag
Mit meinen kinderfreundlichen Ritualen schaffst du mehr Achtsamkeit in deinem Familienalltag. Sie kosten dich nichts und lassen sich problemlos in den Alltag integrieren.
Wie hilft uns Achtsamkeit?
In unserem hektischen Familienalltag fällt es oft schwer, Momente der Ruhe zu erleben. Angetrieben vom Dauerstress fokussieren wir uns auf das Negative und verlieren dabei den Blick auf das Wesentliche und Schöne. Wir begeben uns in eine Art Opferrolle und vergiften unsere Mentalität mit negativen Gedanken. Das wirkt sich nicht nur auf unsere Laune, sondern auch auf unser Nervensystem, unsere Gesundheit und zuguterletzt auch auf unser tägliches Miteinander aus.
Mehr Achtsamkeit in deinem Alltag bedeutet weniger Stress, kleine Momente der Verbundenheit, Stärkung der Beziehung untereinander und mehr Gelassenheit für den Alltag. Dabei braucht es keine langen Rituale, besondere Kurse oder Ähnliches. Meine fünf einfachen Rituale lassen sich kinderleicht und spielerisch in deinen Familienalltag integrieren.
Schau einfach, welches Ritual dich am meisten anspricht, was gut zu eurer Familie und eurem Alltag passt, und teste dich durch meine Vorschläge.
5 achtsame Rituale für euren Familienalltag
- Achtsames Frühstück: Ich glaube fest daran, dass der Start in den Tag ein guter sein sollte. Kinder fühlen sich wohler und können ihr Potenzial in Schule und Kita besser entfalten, wenn sie von einem ruhigen Hafen aus starten.
Ihr könnt euer Frühstück achtsam gestalten, indem ihr verschiedene Dinge ausprobiert. Eine kurze Meditation am Tisch, ein Gespräch über eure Vorfreude oder Sorgen, bewusst die Zutaten wahrnehmen.
Das sind tolle Wege für ein achtsames Frühstück. Wichtigste Regel, die für alle Möglichkeiten gilt: Das Handy bleibt weg vom Tisch, und zwar für alle Familienmitglieder. Sinnes-Spaziergang: Hierbei geht es um eine kurze Auszeit an der frischen Luft, die du mit 10 bis 15 Minuten optimal in den Alltag einplanen kannst. Dabei merkt sich jedes Familienmitglied eine Besonderheit, die es gesehen, gehört oder gefühlt hat. Im Anschluss tauscht ihr euch über eure unterschiedlichen Eindrücke aus.
Geräusche-Bingo: Einer von euch bekommt die Augen verbunden und alle anderen suchen sich einen Haushaltsgegenstand, der ein Geräusch macht. Nacheinander lässt nun jeder seinen Gegenstand erklingen. Die Person, die raten soll, muss sich jetzt ganz auf das Geräusch fokussieren. So trainiert ihr nicht nur Achtsamkeit, sondern verbringt auch noch wertvolle Zeit miteinander.
Abendritual der Verbundenheit: Frühstück und Abendessen sind zumeist die Mahlzeiten, die Familien gemeinsam einnehmen, und bieten gleichzeitig auch einen schönen Rahmen um den Tag. Während es am Morgen darum ging, worauf wir uns freuen oder auch nicht, bietet das Abendessen die Möglichkeit einer Bestandsaufnahme.
Was hat jedem einzelnen Familienmitglied heute gefallen? Was lief nicht so toll? Welche Wünsche oder Pläne für den nächsten Tag existieren bereits? Das Abendessen bietet eine echte Möglichkeit, den Tag abzuschließen.
5. Körperscan als Abendritual: Diese Achtsamkeitsübung eignet sich besonders für jüngere Kinder. Dabei geht es auch nicht um Perfektion, sondern um eine bewusste Wahrnehmung und Beruhigung der Gedanken. Im Liegen lassen die Kids dafür ihre Wahrnehmung durch ihren Körper reisen. Dabei achten sie darauf, welche Körperteile noch besonders wach oder auch schon ganz müde sind.
Ein besonderer Tipp für dich zum Schluss
Versuch einmal gemeinsam mit deinen Kindern täglich, oder so oft, wie es sich gut anfühlt, für fünf Minuten nichts zu tun. Einfach nur hinsetzen und nichts tun. Seid gespannt, wie schwer es euch am Anfang fallen wird und wie es im Laufe der Zeit immer einfacher wird.





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