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Lernen mit Kindern

Eine Sonne in einem Kreis. Beides liegt auf einem langen Banner. Großzügig gelb und rosa koloriert, fröhlich und freundlich gestaltet.

Das Lernen: 5 Tipps, wie du deinem Kind helfen kannst

Du glaubst, es braucht Superkräfte, um Kindern das Lernen beizubringen? Ich sage nein. Es braucht kurze Lernzeiten, Reflexion und den Alltag als Lernabenteuer. Mehr dazu in meiner »Achtsame5« zum Lernen.

Lernschwächen erkennen

Laut dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigt jedes dritte Schulkind in Deutschland Schwierigkeiten beim Lesen, Rechnen oder Schreiben. Bei etwa der Hälfte lassen Ausprägung und Dauer vermuten, dass es sich um eine Lernstörung handelt. Für diese Kinder sind eine frühe Diagnose und eine individuelle Betreuung durch Fachpersonal wichtig und fördern Ihre Chancengleichheit. 

Sollte dein Kind bereits eine diagnostizierte Lernschwäche besitzen, können dich meine Tipps zwar unterstützen, aber das Problem nicht vollumfänglich lösen. Generell handelt es sich bei meinen Tipps ausschließlich um Impulse zur Selbsthilfe für einen harmonischeren Familienalltag mit weniger Druck, wenn es um das Thema Lernen geht.

Das Lernen lernen – 5 achtsame Impulse für dein Kind und dich

Wie oft hast du in letzter Zeit einen der folgenden Sätze benutzt: »Jetzt konzentrier dich doch mal«, »Du musst dich beeilen, du musst noch mehr lernen«, »Wie sollen wir so weiter lernen«? Ich gehe mal davon aus, dass es einige Male waren, und vermute, dass sie nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben.  

Lass uns das typische Setting einmal von einer anderen Seite betrachten und erkennen, dass dein Kind vielleicht gar nicht weiß, was Lernen ist und wie es funktionieren soll.

Meine »Achtsame5« zum Thema Lernen

  1. Lernen im Alltag: Vor allem für jüngere Kinder, aber auch Grundschulkinder ist das Lernen im Alltag eine gelungene Abwechslung zum drölften Arbeitsblatt. Ob beim Einkaufen, Backen oder Bauen – Lernen im Alltag macht Spaß und das ist die beste Voraussetzung für nachhaltiges Lernen. Mehr zu dem Thema Lernen im Alltag liest du in meinem anderen Artikel, den ich dir gerne weiter unten verlinke.
  2. Kurze Lernintervalle: Nach spätestens 20 Minuten ist bei den meisten Kindern erst einmal Schluss mit der Konzentration. Und da wir alle keine Maschinen sind, sind auch diese 20 Minuten variabel und abhängig von äußeren Einflüssen. Aber sie sind ein guter Richtwert und sollten auch in dein „Lernkonzept“ eingebaut werden.
    Ob du die 20 Minuten an einer Uhr markierst, einen Timer stellst, eine Sanduhr nutzt oder eine andere kreative Lösung findest, bleibt dir überlassen. Wichtig: Dein Kind soll den Unterschied zwischen Lernen und Pause deutlich sehen und auch spüren.
  3.  Fokus – Check: Viele Kinder stehen vor dem Lernen wie der Ochse vor dem Berg. Und vielleicht kennst du das Gefühl von dir selber, wenn du einen Berg voll Aufgaben vor dir hast und gar nicht weißt, wo du beginnen sollst. Da ist die Motivation schneller weg, als du gucken kannst.
    Wenn dein Kind alt genug ist, lass es den Fokus-Check gerne selbst ausfüllen, denn auch die Verantwortung fürs Lernen gehört dazu. Bei jüngeren Kindern füllt ihr den Check einfach gemeinsam aus.

Meine »Achtsame5« zum Thema Lernen Teil 2

4. Reflexion: Falls du dir meine Checkliste heruntergeladen hast, sind dir vielleicht zwei Spalten aufgefallen. Denn es geht in dieser Liste nicht nur darum, einen Fokus zu setzen, sondern auch darum, die Lerneinheit zu reflektieren. Hat dein Kind wirklich so viel Zeit benötigt, wie es gedacht hat? Häufig fangen die Kids nämlich gar nicht an, weil sie glauben, die Aufgaben dauern ewig. Anschließend stellen sie fest, dass sie gar nicht so viel Zeit benötigt haben.

Außerdem hilft die Reflexion der Lerneinheit, zu erkennen, was gut läuft und wo es noch mehr Lernbedarf benötigt. Das Wichtigste aber ist, dass diese Sachen nicht schwerelos durch die Köpfe schwirren, sondern festgehalten sind und so eine Struktur und einen Halt geben.

5. Eigene Einstellung: Kinder lernen von uns und sind unwahrscheinlich empfänglich für die Stimmung im Raum und von ihrem Gegenüber. Reflektiere daher auch deine eigene Einstellung. 

Mit welchen Gefühlen und welcher Motivation gehst du ins Lernsetting mit deinem Kind? Siehst du das Ganze als notwendiges Übel an oder bist du mit offenem Herzen und Nachsicht für dein Kind bei der Sache?

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