Schulstress: Wieso dein Kind darunter leidet und wie du ihm hilfst
Gute Note = gute Zukunft, nicht selten steht am Ende dieser Gleichung der Schulstress und seine Folgen.
Schulstress und was er mit den Kids macht
Ende 2024 veröffentlichte die WHO eine neue Studie zum Thema Schulstress. Aus dieser Studie ging nicht nur hervor, dass der Druck in der Schule immer weiter ansteigt. Parallel dazu nahm auch die Unterstützung durch Familie und Freunde ab. Was viele Eltern und Kinder also bisher nur als subjektive Empfindung wahrgenommen haben, liefert diese Studie schwarz auf weiß. Ob körperliche oder psychische Probleme, die Liste der Auswirkungen von Schulstress ist lang, daher hier nur ein kleiner Auszug, wie sich zu viel Stress äußern kann:
- Kopfschmerzen
- Bauschmerzen
- schlechte Träume
- Müdigkeit
- Konzentrationsstörungen
Wie die Kids mit Schulstress umgehen, hängt unter anderem von ihrem Charakter und ihren persönlichen Ressourcen ab. Und zum Glück gibt es Methoden, mit denen du deinem Kind helfen kannst.
Wie vermeide ich Schulstress?
Lassen wir die Katze aus dem Sack – vermeiden lässt sich Schulstress nicht. Denn natürlich gibt es Vokabeln, die gepaukt werden müssen, Unterrichtsstoff, der aufgearbeitet oder wiederholt werden muss, und Klassenarbeiten und Tests dürfen wir auch nicht vergessen. Fertig ist dieser Abschnitt. Natürlich ist das nur die halbe Wahrheit. Ja, Schulstress kannst du nicht vermeiden, aber du kannst deinem Kind helfen, richtig damit umzugehen. Und das ist oftmals gar nicht so schwer.
Achtsame5 zum Thema Schulstress
Du merkst, dass dein Kind gerade unter Schulstress leidet? Dann gehe erst einmal ins Gespräch. Zeige und sage deinem Kind, dass es dir wichtig ist und du ihm gerne zuhörst. Lass dein Kind anschließend fünf Dinge aufschreiben, die ihm oder ihr im Moment besonders schwerfallen. Schaut anschließend, ob ihr diese Themen alleine angehen könnt oder ob ihr die Unterstützung der Lehrkraft, einer schulpsychologischen Beratungsstelle oder Nachhilfe braucht.
Mehr Tipps, wie du Schulstress vermeidest
Ein wichtiger Punkt bei diesem Thema sind unsere eigenen Gedanken. Was treibt uns an und welche alten Gedankenmuster führen zu unserer Einstellung? Hinterfrage dich, ob du ebenfalls Druck auf dein Kind ausübst, und schenke ihm stattdessen einen stabilen und sicheren Hafen. Folgendes sollte selbstverständlich sein:
- Kein Druck: Druck erzeugt immer Gegendruck. Kinder, die in der Schule schon gestresst sind, brauchen zu Hause nicht noch mehr Druck und Stress.
- Motivieren und stärken: Schaue auf die Stärken und hebe diese hervor. Motiviere dein Kind bei schwierigen Aufgaben. Ziel ist es, die Stärken zu stärken und die Schwächen zu schwächen.
- Freie Zeit: Freies Spielen ist für Kinder unheimlich wertvoll und wichtig. Ob Toben, Malen, Hörspielhören, allein sein oder sich mit Freunden treffen. Unabhängig davon, wie viel Kinder üben „müssen“, benötigen alle auch genug Zeit, über die sie frei verfügen dürfen. Zwei bis drei Nachmittage sollten mindestens zur freien Verfügung stehen.
Achtsamkeit und Affirmationen stärken uns dabei, Dinge anzunehmen, wie sie sind, und etwas Gutes daraus zu machen. Wir können das Schulsystem nicht von heute auf morgen ändern, aber wir können unseren Kindern helfen, gestärkt, mit einer stressigen Situation umzugehen. Vielleicht fällt deinem Kind ja eine passende Affirmation oder ein Mutmachspruch ein, den es ab sofort täglich nutzt.
Ja, das System Schule muss sich dringend ändern. Der Blick auf die Kinder mit ihren individuellen Stärken muss sich ändern und wir müssen aufhören, alle Kinder in ein Raster quetschen zu wollen. Aber seien wir an der Stelle ehrlich miteinander: Das ist ein langer und steiniger Weg. Diesen Weg müssen wir in kleinen Schritten gehen, es wird kein Marathon.
Ob unsere oder deine Kids diese Veränderung während ihrer Schulzeit noch miterleben, ist ungewiss. Das heißt aber nicht, dass wir die Situation einfach so annehmen müssen. Wir können und dürfen unsere Kids zu Hause für ihren Schulalltag stärken,





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