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Fastenzeit für Kinder erklärt

Logo mit einem pinken Streifen; in der Mitte ein weißer Kreis, darauf ein To-Go-Kaffeebecher mit dem Text "Impuls to go".

Fastenzeit für Kinder erklärt: 3 achtsame Tipps für die ganze Familie

Kaum haben wir Säcke mit Kamellen zu Hause, sollen wir eigentlich darauf verzichten. Wo liegt da der Sinn? Ich erkläre die Fastenzeit kindgerecht und verrate, ob es immer ein Verbot sein muss.

Was ist die Fastenzeit? Eine Erklärung für die Kids

Um die Fastenzeit genauer zu erklären, müssen wir etwas in der Zeit zurückreisen. Bevor wir das aber gemeinsam tun, kommen hier erst einmal die wichtigsten Fakten zum Thema:
 
  • Wann beginnt die Fastenzeit? An Aschermittwoch.

  • Wann endet die Fastenzeit? Am Ostersamstag.

  • Wie lange dauert die Fastenzeit? 40 Tage.

  • Fastet man jeden Tag? Nein, an Feiertagen oder den Sonntagen fastet man nicht.

  • Seit wann gibt es diese Tradition schon? Seit dem 4. Jahrhundert – also schon vor sehr langer Zeit.

Warum fasten wir?

Traditionell verzichten Leute in der Fastenzeit auf Nahrungsmittel oder Gegenstände, die ihren Geist ablenken. Ziel ist es, sich auf Gott, seine liebsten Herzensmenschen und das bevorstehende Osterfest zu konzentrieren. Nicht nur die Fastenzeit selbst, auch die Länge von 40 Tagen hat mit einem Ereignis zu tun, das Jesus selbst passiert ist. 

Glauben wir den Übermittlungen, so ging Jesus zu seinen Lebzeiten 40 Tage durch die Wüste. Eine Wüste ist heiß, es gibt wenig Nahrung, und so fastete Jesus selbst 40 Tage lang. Nach dieser Zeit verkündete er Gottes frohe Botschaft. An dieses besondere Ereignis wollen die Christen erinnern und es Jesus in der Zeit zwischen Karneval und Ostern gleich tun. In vielen Familien ist es Tradition, auf Süßigkeiten zu verzichten. Allerdings stellt sich mir dann jedes Jahr die Frage: »Wohin mit den Kamellen?«. Muss es also immer der Verzicht auf Süßes sein?

Fastenzeit für Kinder: 3 achtsame Tipps für die ganze Familie

Um ehrlich zu sein, passen Karneval und Fastenzeit kurz hintereinander nicht wirklich zusammen. Bei Erwachsenen mag es zwar noch Genussmittel geben, auf die sie verzichten können. Aber den Kindern, die hart erbeuteten Kamelle, schon zwei Tage später wieder wegnehmen? Eine Möglichkeit besteht natürlich darin, alle Süßigkeiten in den zwei Tagen aufzuessen – eine echte Alternative ist das für mich allerdings nicht. 

Gerade im Rahmen eines achtsamen Familienlebens finde ich die Fastenzeit aber eine spannende Möglichkeit, neue Rituale und einen neuen Fokus in den Familienalltag einziehen zu lassen. Aber 40 Tage keine Süßigkeiten sind für mich keine Option, denn auch ich liebe mein Nutella-Brot am Morgen, und ich kann von Kids nichts verlangen, was ich nicht selbst bereit bin zu geben. 

Deshalb kommen hier 3 familienfreundliche Tipps für eine achtsame Fastenzeit, nicht wissenschaftlich bestätigt, aber mitten aus dem Mamaherz.

3 familientaugliche Tipps
  1. Dinge fasten: Anstatt jeden Tag auf Süßigkeiten oder andere Nahrungsmittel zu verzichten, verzichtet ihr bei dieser Variante auf Dinge. Legt vorher fest, wie viele Dinge pro Tag aussortiert werden. Die Zahl sollte natürlich realistisch sein. Ihr könnt die Dinge verkaufen, verschenken oder je nach Zustand entsorgen. Am Ende der 40 Tage könnt ihr mächtig stolz sein.
  2. Achtsamkeitssonntag: Wie oben beschrieben, wird an den Sonntagen der Fastenzeit nicht gefastet. Bei dieser Variante dreht ihr das Ganze einfach um. Euer Alltag läuft ganz normal weiter, aber für jeden Sonntag in der Fastenzeit nehmt ihr euch ein gemeinsames Familienritual vor. (Meditation, Brettspiel, Vorlesezeit, gemeinsamer Spaziergang)
  3. Dankbarkeit üben: Okay, ein bisschen Wissenschaft kommt nun doch, denn es ist tatsächlich erwiesen, dass sich Dankbarkeit trainieren lässt und unser Wohlbefinden steigern kann. Wer mag, nutzt die 40 Tage als Testphase, in der jedes Familienmitglied jeden Tag für mindestens 3 Dinge dankbar ist. Am besten eignet sich dieses Ritual am Abend, weil ihr dann mit positiven Gedanken in die Nacht startet.

Digitales Fasten – ja oder nein?

Hängen viele Erwachsene und Kids zu viel an den Medien? Definitiv ja.
Tut uns allen digitales Fasten gut? Definitiv ja.
Schafft es digitales Fasten als Tipp in meinen Artikel? Definitiv nein.

Denn mein vierter und letzter Tipp ist die »Achtsame5« der Selbstfürsorge. Das bedeutet, dass Erwachsene und Kids jeden Tag eine kleine Auszeit als Selbstfürsorge genießen sollen. Ob das aber jetzt spielen, malen, spazieren gehen oder eben ein Spiel auf der Konsole ist, muss jeder für sich individuell entscheiden. In unserem Familienalltag darf die Medienzeit als etwas besonders und nicht alltägliches auch in der Fastenzeit bleiben.

Nutzt gerne die Kommentarfunktion und lasst uns gemeinsam Ideen sammelnb, wie man die Fastenzeit als Familie zu etwas besonderem machen kann.

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