Pubertät – bei Jungen und Mädchen gleich?
Die Pubertät unserer Kinder stellt ihre und unsere Welt auf den Kopf. Dabei unterscheiden sich Mädchen und Jungs nicht nur zeitlich, sondern auch in folgenden Punkten.
Pubertät und wie wir mit ihr umgehen können
So viele Höhen und Tiefen, die wir als Eltern erleben – so viele Nächte, in denen wir wach und ein sicherer Hafen für unsere Kinder sind. Und dann beginnt sie irgendwann, die Phase der Pubertät, und für viele der schwerste Schritt beim Elternsein. Dürfen wir Jesper Juul vertrauen, müssen wir unseren Kindern in den ersten 9 Jahren unsere volle Aufmerksamkeit schenken, ihnen Werte vermitteln und sie dann bei ihren ersten Flugversuchen stärken.
Denn was viele vergessen: Die Pubertät ist keine Krankheit, und trotzdem behandeln wir Kinder und Jugendliche oftmals so. Dabei benötigen sie in dieser sensiblen Phase Menschen, die ihnen vertrauen, die mit ihnen auf Augenhöhe kommunizieren und ihnen wertschätzend gegenübertreten.
Für uns als Eltern bedeutet diese Zeit nicht nur das Stärken unserer Kinder, sondern auch, wieder zu uns zu finden. Unser Fokus verschiebt sich wieder auf unser Leben, und das darf so sein. Gleichzeitig bedeutet es nicht, dass unsere Kinder uns nicht mehr brauchen. Aber sie brauchen uns nun anders.
Mehr zum Thema Pubertät verrate ich dir in der nächsten Zeit in einem weiteren Artikel, denn heute konzentrieren wir uns auf die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen in der Pubertät.
Pubertät bei Mädchen und Jungen – das sind die Unterschiede
Der wohl bekannteste Unterschied, den jeder kennt, ist der Startpunkt. Während Mädchen häufig im Alter zwischen 9 und 11 mit den ersten Veränderungen starten, ist es bei Jungs rund zwei Jahre später so weit. Wie immer im Leben mit Kids gilt aber auch hier: Jedes Kind ist unterschiedlich. Folgende Unterschiede gibt es noch zwischen Mädchen und Jungs:
- Körperliche Veränderungen: Während bei den Mädchen die Östrogene für Veränderungen sorgen, ist es bei den Jungs das Testosteron, das unter anderem das Längenwachstum und den Muskelaufbau beschleunigt.
- Emotionale Entwicklung: Mädchen beschäftigen sich in diesem Lebensabschnitt viel mit ihrem Äußeren, sind sehr modebewusst und vergleichen sich auch das ein oder andere Mal mit anderen.
Durch erhöhte Muskelmasse und breitere Schultern, sind Jungs häufiger zufrieden mit ihrem Aussehen. Im Vergleich zu Mädchen verlieren sie allerdings für eine kurze Zeit die Fähigkeit, die Konsequenzen ihres Handelns vorauszuschauen. Insgesamt führt dies dazu, dass Jungs in diesem Lebensabschnitt gerne ihre Kräfte messen und risikofreudiger sind. Nach dem fertigen Umbau der Hirnstrukturen kehrt aber bei ihnen auch das vorausschauende Denken wieder zurück.
Ob Junge oder Mädchen, für beide ist die Pubertät eine große Herausforderung. Im Gehirn entsteht durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Hormone und einemm kompletten Umbau eine große Baustelle. Kein Wunder, dass die Kids mit Stimmungsschwankungen, Sorgen und Unsicherheit reagieren. Diese sollten wir auch unbedingt ernst nehmen, für sie da sein und ihnen Halt geben.
Mehr zum Umgang mit diesem Lebensabschnitt erfährst du im nächsten Artikel.




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