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Beikoststart – Tipps und Tricks für den ersten Löffel

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Beikoststart – Tipps und Tricks für den ersten Löffel

Gefühlt vergeht die Zeit von der Geburt bis zum ersten Löffel im Flug. Mit meinen Tipps und Tricks zum Beikoststart möchte ich aufklären und beruhigen.

4. Monat – ist es wirklich schon Zeit für Beikost?

Vielleicht bist du in letzter Zeit durch den Supermarkt geschlendert und hast dort auf verschiedenen Gläschen die Altersangabe „ab 4 Monaten“ entdeckt. Zu Recht sitzt du nun zu Hause und fragst dich, ob es jetzt Zeit für den ersten Löffel ist.

Eine bisher gängige Empfehlung lautete: Frühestens ab dem vollendeten vierten Monat und spätestens mit sieben Monaten sollte die erste Beikost eingeführt werden. Vorher ist der Körper des Babys noch nicht bereit für feste Nahrung.

Die neueste S3-Leitlinie zur Stilldauer empfiehlt für reifgeborene Kinder eine Gesamtstilldauer von zwölf Monaten, von denen sechs Monate ausschließlich (ohne Beikost) gestillt werden sollen. Nach den zwölf Monaten wird so lange weitergestillt, wie es für Mutter und Kind in Ordnung ist. Diese neue Empfehlung passt sich an die bereits gültige Empfehlung der WHO an.

Wie das immer so ist, treffen allgemeine Empfehlungen nicht auf alle Kinder zu. Bestehen große Unsicherheiten zu diesem Thema oder spezielle gesundheitliche Einschränkungen, wende dich vertrauensvoll an deine Hebamme oder Kinderarztpraxis. Denn dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung, sondern gibt lediglich Tipps und Hinweise.

Woran erkenne ich die Reifezeichen für Beikost?

Die magische Grenze von 6 Monaten bedeutet nicht, dass ab diesem Tag sämtliche Milchmahlzeiten durch feste Nahrung ersetzt werden. Wie der Name schon sagt, bietest du die Beikost zusätzlich an. Im Tempo deines Kindes ersetzt du mit der Zeit einzelne Mahlzeiten – die Muttermilch bleibt aber der Hauptbestandteil.

Neben dem Alter verraten dir auch physiologische Reifezeichen, ob dein Sonnenschein bereit für Brei ist.

Typische Reifezeichen für Beikost sind:

  • Der Kopf wird selbstständig gehalten.
  • Aufrechtes Sitzen (gegebenenfalls mit wenig Hilfe).
  • Kein Zungenstoßreflex (das bedeutet, dass die Nahrung nicht automatisch aus dem Mund geschoben wird).
  • Interesse am Essen zeigen: Das Kind beobachtet dich beim Essen genau oder greift vielleicht sogar danach.

Beikoststart: Was sollte ich noch beachten?

Auch wenn der Start mit Beikost ein wichtiger Meilenstein für dich und dein Baby ist, sollte sich dieser neue Abschnitt möglichst natürlich anfühlen. Finde gemeinsam mit deinem Baby euer eigenes Tempo und lasse dich nicht unter Druck setzen. Eine entspannte Atmosphäre am Esstisch ist von Anfang an richtig und wichtig – das ist Tipp Nr. 1.

  • Kleckern erlaubt: Zu Beginn der Beikost darf begeistert gekleckert und gematscht werden. Das Essen soll schließlich mit allen Sinnen begreifbar werden – und dazu gehört auch, die Konsistenz mit den Fingern zu ertasten.
  • Happy Smile, happy Brei: Wage den ersten Versuch an einem Tag, an dem ihr beide gut gelaunt seid. Schlechte Laune, Müdigkeit, ein anfliegender Infekt oder Ähnliches sind schlechte Wegbegleiter für neue Wege und beim Essen sowieso.
  • Nicht verzagen: Der erste Versuch hat nicht geklappt? Das ist überhaupt nicht schlimm und am Anfang völlig normal. Biete immer wieder etwas an und achte darauf, ob die Reifezeichen erfüllt sind. Falls nicht, mache eine kurze Pause und versuche es noch einmal.

Bei Unsicherheiten und Fragen wende dich vertrauensvoll an deine Hebamme oder deine Kinderarztpraxis.

Der erste Löffel ist manchmal emotional hoch beladen. Freue dich über diesen Meilenstein gemeinsam mit deinem Kind getreu dem Motto "Happy Smile, happy Brei"
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Famanders: Praktische Impulse mit Herz
Britta

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